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Ausbildung für Schüler in Schulen


Achtung: Auch für Vereine

In besonders für Schüler ausgerichtete Kursen sollen die Grundkenntnisse der Ersten-Hilfe vermittelt werden um im Notfall in der Schule oder Freizeit richtig handeln zu können.

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Weitere Infos:

Ausbildung für Schüler in Schulen und es tut sich was....

dank unserem Ausbilder Felix Rembold

Aufgrund der besonderen Aktion des Innenministeriums bei der die Ausbildung von 10-16 jährigen SchülerInnen gefördert wird kam folgender Artikel in der Heilbronner Stimme und auch im Netz auf der Seite der Schule gibts etwas fürs  Auge:   Kurs in der Schule

Was tun bei schweren Verletzungen?

Von Katharina Barth

Der Junge kniet auf dem Boden, drückt mehrmals konzentriert auf den Brustkorb der Übungspuppe. "Du musst schneller drücken, sonst funktioniert das nicht", ermuntert ihn Ausbilder Felix Rembold. 14 Achtklässler der Güglinger Katharina-Kepler-Schule machen sich fit in Sachen Erste Hilfe.

Mit ihrem Lehrer Rainer Dreischer haben die neun Jungs und fünf Mädchen auf ein kostenloses Angebot des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) Lauffen reagiert. Vier Wochen lang opfern sie nun Montagnachmittags ihre Freizeit, um in 16 Stunden zu lernen, wie man in Notfällen richtig reagiert.

Es ist eine Art Pilotprojekt. Die Klasse 8 b aus der Güglinger Hauptschule ist die einzige im Landkreis, die das vom Bundesinnenministerium geförderte Angebot in Anspruch nimmt. "Ich denke, es liegt an der allgemeinen Einstellung zur Ersten Hilfe in Deutschland", erklärt sich Felix Rembold das insgesamt geringe Interesse.

Deshalb ist sein Ziel auch nicht, den Kindern Perfektion in Sachen Lebensrettung beizubringen, sondern eher die Eigeninitiative zu fördern. "Wir versuchen die Teilnehmer so zu schulen, dass sie in einem Notfall überhaupt helfen. Denn meistens passiert nichts, bis der Rettungswagen eintrifft." Aber er ist guter Hoffnung, dass in dieser Klasse alle etwas mitnehmen werden.

Nach dem Prinzip "Learning-by-doing" wird den Schülern erklärt, wie ein Motorradhelm von einem Verletzten abgenommen wird oder wie die Wiederbelebung funktioniert. Damit es wenig Theorie und viel Praxis gibt, hat Felix Rembold eine Übungspuppe mitgebracht.

An ihr können die Schüler die Rippen abzählen. Schließlich muss erst mal der richtige Punkt für die Herz-Lungen-Massage gefunden werden. Dass sie selber so viel ausprobieren dürfen, gefällt den Jugendlichen gut. Dem Nachbarn den Arm oder Kopf zu verbinden, macht besonders viel Spaß.

"Eine Frau ist vor mir umgekippt. Das hat mir Angst gemacht", erklärt Lenz Rall seine Entscheidung, an dem Kurs teilzunehmen. Für die meisten seiner Mitschüler war es wichtig, dass der Kurs für die Führerscheinprüfung angerechnet wird. "Aber es ist auch lustig, wenn wir das hier zusammen machen", bestätigt Melda Abas.

Auch wenn es sehr laut und die Klasse sehr lebhaft ist, Spaß haben sie wirklich. Ob es nun um sterile Gummihandschuhe oder Rettungsfolien geht, ist egal. Und eigene Erfahrungen können ebenfalls eingebracht werden.

"Hier bekomme ich schon mehr Resonanz. Sie machen einfach mit. Das ist bei Erwachsenen nicht immer so." Felix Rembold ist seit einem Jahr beim ASB als Ausbilder tätig. Aus den gewonnen Erfahrungen wird vielleicht ein neues Schulungskonzept erarbeitet. "Wenn die Nachfrage da ist, sind wir immer bereit, so etwas anzubieten."

19.02.2003